Kammermusik am Kreidefelsen

Abschließender Höhepunkt bei fast allen Veranstaltungen ist die „Zugabe“. Sie greift zumeist das Thema des Abends auf und bietet dem Publikum die Möglichkeit, in entspannter familiärer Atmosphäre die jeweiligen Künstler des Abends persönlich kennen zu lernen.
Der Intendant der Festspiele MV, Dr. Matthias von Hülsen, sagt über den neuen Festspiel-Vorboten: „Mit ihrer atemberaubenden Landschaft und ihrer reichen Baukultur war die Insel Rügen von Anfang an ein besonderes Zentrum unter unseren sommerlichen Festspiel-Landschaften. Nun weiten wir hier unser Programm auch auf den Frühling aus. So bereichern wir die traditionell eher ruhigere Vorsaison der Insel mit einem kulturellen Highlight und können so mit den Festspielen MV für die Insel Rügen neue, kulturell motivierte Gäste gewinnen. Der Festspielfrühling ist dieser Insel sowohl von den Spielorten her als auch vom Programm wie auf den Leib geschneidert. Ich danke dem Fauré Quartett für diese gelungene Programmgestaltung!“
Die Mitglieder des Fauré Quartetts Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola), Konstantin Heidrich (Violoncello) und
Dirk Mommertz (Klavier) freuen sich sehr auf den Festspielfrühling: „Wir haben ein außergewöhnliches Programm voller Highlights und Überraschungen zusammengestellt und freuen uns auf zehn aufregende, spannende und inspirierende Tage!“

Das Fauré Quartett, Ensemble-Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2001, spielt in den großen Konzertsälen dieser Welt, darunter in der Wigmore Hall in London, in dem Lincoln Center in New York, in der Philharmonie in Berlin und in dem Concertgebouw in Amsterdam. 2008 wurde den Musikern für die Brahms-Klavierquartette der ECHO Klassik und der Preis der deutschen Schallplattenkritik verliehen sowie 2010 der ECHO Klassik für das Album „Popsongs“ in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Die Mitglieder des Ensembles lehren und musizieren als „Quartet in Residence“ an der Karlsruher Musikhochschule sowie in Essen und Berlin (UdK).

Zum Auftakt des Festspielfrühlings im Theater Putbus am 16. März um 19:30 Uhr stellt sich das Fauré Quartett mit Werken vom Namensgeber Fauré und Brahms vor. Beim anschließenden Sektempfang haben die Konzertgäste die Möglichkeit, die „Faurés“ persönlich kennen zu lernen. Für alle weiteren Konzerte holt das Quartett junge Spitzenmusiker wie Mirijam Contzen (Geige), Julian Steckel (Cello) sowie die Festspielpreisträger Matthias Schorn (Klarinette) und Sebastian Klinger (Violoncello) und prominente Gäste auf die Bühne: Beim Abschlusskonzert am 24. März um 19:30 Uhr im Marstall rezitiert der Schauspieler Sky Du Mont den Text zum „Karneval der Tiere“ von Saint-Saëns. Darüber hinaus steht ein ausgesuchtes kammermusikalisches Programm von Mendelssohn bis Mahler auf dem Programm. Mendelssohn in Wort und Ton erwartet die Besucher im Marstall am 17. März um 15:00 Uhr, wenn Alfred Biolek passend zum Spiel des Fauré Quartetts aus einer Textcollage mit Texten von Goethe und Mendelssohn liest, die der Fauré-Bratschist Sascha Frömbling zusammengestellt hat.
Der „Russische Abend“ bringt die russische Seele nicht nur musikalisch sondern auch kulinarisch nach Putbus, wenn nach Rachmaninov, Tschaikowski und Glinka im Theatersaal beim Wodka-Empfang im Hotel Badehaus Goor die Gläser gehoben werden (können) (19. März - 19:30 Uhr). Um sich endgültig von der Insel zu verabschieden, treten das Fauré Quartett und seine Gäste am Sonntagmorgen, dem 25. März um 11:00 Uhr nach dem Abschiedskonzert noch einmal im Marstall auf, um mit Prokofjew, Brahms, Beethoven und Mendelssohn den „Festspiel-Kehraus“ zu begehen. Beim anschließenden Katerfrühstück können sich die Konzertgäste von den abreisenden Musikern verabschieden.
                        
Romantische Klänge von Schumann und Chopin ziehen beim Kammerkonzert durch das Haus des Gastes in Baabe (20. März – 19:30 Uhr). Zurücklehnen können sich die Besucher dort ein paar Tage später, um in Liegestühlen ein „Wellnesskonzert“ zugenießen, für das die Faurés und ihre Gäste ein Überraschungsprogramm bereit halten, das garantiert alle Sinne anspricht
(22. März – 19:30 Uhr).
 
Hungrige Frühaufsteher und Freunde der Alten Musik kommen bei Matinee und Brunch am 18. März um 11:00 Uhr auf der Seebrücke Sellin auf ihre Kosten. Musikalisch eingestimmt von Biber, Bach und Vivaldi können sie im Anschluss an das Konzert auf der Seebrücke mit Blick auf Strand und Meer nach Herzenslust brunchen.

Im Zeichen der Romantik steht auch der Liederabend in Boldevitz am 18. März um 19:30 Uhr: Die Mezzospopranistin Stella Doufexis singt in der Kapelle des Gutshauses Schumanns Liederkreis nach Liedern des Dichters Joseph von Eichendorff und andere romantische Werke. Im Anschluss lädt Familie von Wersebe Konzertgäste und Künstler zum Sektempfang in das Gutshaus.

Bach nach Binz bringt Martin Stadtfeld – genau genommen an den Flügel im
Kurhaus-Saal (20. März – 19:30 Uhr). Für seine Bach-Einspielungen erhielt  der junge Star-Pianist bereits zahlreiche Auszeichnungen. Rachmaninows „Moments musicaux“ runden den Klavierabend ab.

Früher hat die Nebelsignalstation am Kap Arkona akustische Signale aufs Meer geschickt, um Schiffe bei schlechter Sicht vor der Küste zu warnen. Der Festspielfrühling füllt nun die Nebelsignalstation selbst mit Tönen am 21. März aus: Beim Kammerkonzert um 18:00 Uhr, passend zum Sonnenuntergang, verschmilzt die Musik der französischen Komponisten Debussy, Poulenc und Ravel mit dem Blick auf die Sonne, die am Horizont über der Ostsee untergeht, zu einem stimmungsvollen Gesamterlebnis. Gekrönt wird der Abend durch einen Empfang im fast 200 Jahre alten, denkmalgeschützten Schinkelleuchtturm am nördlichsten Zipfel der Insel Rügen.

Gymnastik, Volleyball und Badminton müssen für einen Abend aus der Nordperdhalle weichen, wenn die NDR Bigband und das Fauré Quartett anrücken, um beim Zusammenspiel von Klavierquartett und Bigband auf ihren Instrumenten akrobatische Höchstleistungen zu vollbringen (23. März – 19:30 Uhr). Um dem Spielort, der modernsten Sporthalle Rügens, gerecht zu werden, hat das Fauré Quartett als Zugabe ein „musikalisches Torwandschießen“ vorbereitet.

Vielversprechende Nachwuchskünstler stellt das Fauré Quartett in der Kunstscheune Vaschvitz vor, wo das Pescatori Trio Haydn, Schumann und Lalo zum Besten gibt (24. März – 15:00 Uhr). Die jungen Musiker des Klaviertrios gewannen 2010 beim
17. Internationalen Brahms-Wettbewerb in Pörtschach, Österreich, den ersten Preis in der Sparte Kammermusik und feiern nun Festspielpremiere in Mecklenburg-Vorpommern.

Zusätzlich zu den Konzerten geben die Mitglieder des Fauré Quartetts einen Meisterkurs für Laienmusiker. Teilnehmen können bereits bestehende Ensembles und Einzelmusiker, die das Fauré Quartett für den Meisterkurs zu Ensembles zusammenstellt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei den Festspielen MV unter frühling@festspiele-mv.de.

Unterstützt wird der Festspielfrühling Rügen 2012 durch das Engagement von verschiedenen regionalen Sponsoren und Förderern wie der Tourismuszentrale Rügen, der Gesellschaft für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mbH (TZR) und der Tourismusgenossenschaft des Amtsbereiches Mönchgut-Granitz i. G. (TMG). Ebenfalls unterstützen die Kurverwaltung Ostseebad Binz, die Gemeinde Putgarten, die Sparkasse Rügen, den Landkreis Rügen sowie die Bios GmbH. Außerdem sind zwölf Partnerhotels auf der Insel Rügen sowie die Medienpartner der Festspiele MV, der NDR, der Nordkurier, die Ostsee-Zeitung und die Schweriner Volkszeitung Förderer des neuen Festivals.

Karten für die Konzerte, das umfassende Programm des Festspielfrühlings sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.

 


 

 

 
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