Bilder: Stephan Gustavus, xix
Yma - zu schön um wahr zu sein
Ein Feuerwerk der Erotik, der Farben, Bilder und Illusionen.
„Für diese Show haben wir 8 Millionen Euro investiert, ein Produktionsetat, den es im FriedrichsstadtPalast noch nie gab“, erklärte Produzent Berndt Schmidt im Vorfeld,
„ und wir wollen auch besonders das jüngere Publikum ansprechen.“
Yma ist eine Show voller Esprit, Tempo, Artistik - ein großer Erfolg für den FriedrichstadtPalast. 100 Künstler sind dabei, mehr als 500 Kostüme wurden von Designer Michael Michalsky geschneidert, 312.000 LED-Lampen lassen die Bühne erstrahlen.
Hits wie Grönemeyers „Männer“, Jacksons „Muscles“ und Browns „Sexmachine“ , neu arrangiert unter Leitung des Chefdirigenten Daniel Behrens, gespielt von der Showband, ließen einen nicht ruhig auf dem Platz sitzen.
Und das alles mit sehr viel oder sehr wenig Licht, mit raffiniert geschnittenen Videos sowie teuersten High-Tech-Maschinen werden atemberaubende Räume projektiert, dass dem Zuschauer mehrfach der Mund offen stehen bleibt – weil das Gesehene so sehr fasziniert, so unglaublich ist. Entertainment auf Las-Vegas-Niveau.
Yma (Andreas Renee Swoboda), die Traumfrau, ein Zwitterwesen, geschlechtlich uneindeutig, erotisch, märchenhaft. Ein metrosexuelles Wesen zwischen Mann und Frau. „Ich bin prosexuell, probiere alles aus“….
Yma führt den Zuschauer in eine Welt der Verführung. Eine Welt voller Provokation und betörender Lust. Männer lassen hinter Milchglas die Hüllen fallen, verruchte Nixen räkeln sich im Wasserbassin.
Spektakulär auch der Spiderman-Act im futuristischen Bühnen-Design und zauberhaft die Seilakrobatik des ukranischen Artisten-Duo. An Harmonie und Ästetik nicht zu übertreffen.
Wieder fantastisch die hauseigene Tanzgruppe. Die 60 Frauen und Männer sind pausenlos gefordert. Wenn 32 Frauen gleichzeitig ihre Beine in die Höhe werfen, kann man nicht anders als begeistert in die Hände zu klatschen. Und dass später das perfekte, weltweit größte Revueballett zweimal im Wasserbassin versenkt wird, einmal verkleidet als frech kokette Nixen, das andere Mal als verruchte Nymphen, ist schon vollendete Show.
Auch die nackten Zahlen untermauern den Erfolg. Bis zum Premierentag waren 118.000 Tickets verkauft und reserviert. Das waren deutlich mehr als es bei der erfolgreichen Vorgängershow Qi zum Premierenstichtag waren.
...Rainer Wessien
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