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Beifuss, Majoran und Co . : Kräuterküche unterstützt die Verdauung
Autorin : Alexandra Renkawitz
(dgk) Gewürzkräuter sind beliebte Geschmackszutaten in der Küche. Dabei liefern sie weit mehr als Geschmack. Viele Kräuter enthalten Substanzen, die positiv auf Verdauung und Stoffwechsel wirken. Einige haben heilende Eigenschaften. Kräuter, die durch Fertig- und Halbfertiggerichte verdrängt worden sind gilt es wieder neu zu entdecken.
Petersilie , Schnittlauch und Basilikum – die Klassiker
Petersilie , Schnittlauch und Basilikum im heimischen Kräutergarten liefern mehr als Wohlgeschmack und Vitamine. Petersilie wirkt harntreibend, Schnittlauch antibakteriell und cholesterinregulierend, und Basilikum hilft bei Magenbeschwerden und Blähungen.
Oregano, Majoran und Thymian lindern Bronchitiden
Oregano ist ein typisches Gewürz der südeuropäischen Küche. Die hiesige Art Majoran würzt schwer verdauliche Speisen und unterstützt die Verdauungsorgane. Beide Kräuter wirken krampf- und schleimlösend und hilfreich bei Bronchitis. Vergleichbares gilt für den kleinen Verwandten Thymian.
Salbei, Dill und Liebstöckel – für Hals und Harnwege
Während in der südeuropäischen Küche, etwa beim italienischen Gericht Saltimbocca alla romana, frischer Salbei gerne und reichlich verwendet wird, kennt man ihn bei uns eher als desinfizierend wirkende Heilpflanze, wirksam gegen Halsentzündungen. Dabei schmeckt Salbei sehr aromatisch und passt ausgezeichnet zu Lamm, Kalb oder Fisch, etwa in einer Beize, mit Zitronensaft, Zitronenschale und Keimöl. Dill fördert die Verdauung, hilft bei Blähungen und steigert bei stillenden Frauen den Milchfluss. Liebstöckel, auch als Maggikraut bekannt, enthält Substanzen, die auf die Harnwege wirken und Wasser-ansammlungen ableiten helfen.
Kümmel und Beifuss – unentbehrlich zur Fettverdauung
Die Kümmelpflanze ist ein verbreitetes Doldengewächs. Meist wird nur der Samen verwendet, doch auch das Kraut hat einen angenehmen Geschmack. Er ist milder und erinnert an Dill und Petersilie. Kümmel unterstützt die Verdauung von fetten und blähenden Speisen und wirkt krampflösend.
Der Beifuss wird meist nur als Bewuchs von Wegesrändern und Geröllflächen wahrgenommen. Dabei ist dieses unauffällige Kraut ein köstlicher Begleiter von fetten Speisen, etwa in der Festtagsküche. Beifuss enthält Kieselsäureverbindungen, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle. Gemeinsam machen sie das Kraut wertvoll für die Funktion von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.
Im Winter ist es besonders ratsam, die Eigenschaften der Küchenkräuter und Gewürze zu nutzen. Wenn aus Tradition und Mangel an regionalem frischem Gemüse eher fettreich gekocht wird, helfen sie bei der Verdauung schwerer Speisen. Einige Sorten sind im Handel als Topf- oder Schnittware ganzjährig frisch erhältlich. Im Garten erfrieren die meisten Kräuter beim ersten Frost. Um ihre Eigenschaften auch im Winter nutzen zu können, müssen die Kräuter rechtzeitig geerntet werden. Kräuter, die beim Trocknen ihr Aroma verlieren, können zum Beispiel portionsweise eingefroren werden: Im Eiswürfelbehälter, aufgefüllt mit Wasser.
Quelle : Deutsches Grünes Kreuz
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